Klarmachen zum Ändern!

Zum Thema Internetsperren ist mein Kenntnisstand erst auf Anfängerlevel, daher versuche ich hier überhaupt nicht zu missionieren. Durch die Berichterstattung zur Piratenpartei hat mich dieses Thema auch erst in der letzten Woche eingeholt. Als dann gestern beim SPD Bundesparteitag ein Antrag gegen das Gesetz so nebenher abgehandelt wurde, weil eine Mediendiskussion im Superwahljahr wohl eher unangenehm wäre, da bin ich dann doch mal langsam auf die Hinterbeine gekommen. Wir sind in Deutschland mit Sicherheit meilenweit von den Ländern weg, die jetzt gerne von den Gegnern des Kinderpornografie-Bekämpfungsgesetzes zum Vergleich herangezogen werden. Iran und China stehen jetzt nicht gleich um die Ecke und von Stasi2.0 sollte man in dem Zusammenhang gar nicht reden, das verniedlicht mir die Stasi zu sehr. Aber wo geht es los? Wo hätte man früher aufmerken müssen?

[Vorsicht da geht einer dieser fürchterlichen Schachtelsätze von mir los!]
Nachdem ich jetzt zwei Tage durch diverse Texte durch bin, stören mich vor allem zwei Dinge: die Kriminalisierung der ganzen Internetcommunity – in Tateinheit mit völliger Ahnungslosigkeit in den Ministerien! – und ganz weit vorne: das Auftreten des Herrn Dr. Dieter Wiefelspütz [damit auch die SPD was abkriegt!] der doch tatsächlich zur laufende Online Petition gegen das Gesetz – wohlgemerkt auf der offiziellen Seite der Petitionsausschusses des Bundestages – den Knaller schlechthin rausgehauen hat …

„Petieren ist ja schön und gut – doch das Ergebnis wird keinen Einfluss auf unsere politischen Entscheidungen haben.”

[Ende des unglaublichen Schachtelsatzes]

Tja Herr Wiefelspütz da weiß ich ja mit Ihnen einen lupenreinen Demokraten am Werk! Wenn die Sozis schon so denken, was geht denn dann erst im Bundesinnenministerium vor? Bisher hatte ich nur Angst vor Ihrer Frisur Herr Wiefelspütz – da lebt was drin oder? – aber jetzt finde ich auch Ihr Demokratieverständnis mehr als schauerlich!

Am 25. Januar 1987 war ich zum ersten mal in meinem Leben wählen! Ich habe noch nie eine Wahl ausfallen lasse und ich habe noch nie etwas anderes gewählt als SPD, ich war noch nie in einer Partei. Also wird es für mich dieses Jahr eine Premiere geben: ich werde die Piraten wählen und ich werde dort eintreten! Angeblich ist die politische Einstellung ja etwas, was privat sein sollte: aber ich denke es gibt Zeiten, da muss man auch für etwas stehen ausser für Punkrock, Fahrräder, Bier und Weiber! Sich nur für den Obama zu interessieren bringt auch nix, der hat zu Hause genug zu tun!

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4 Kommentare zu „Klarmachen zum Ändern!“

  1. Boomel sagt:

    Willkommen an Bord :)

  2. Thilo sagt:

    Bravo! Mir geht’s ganz ähnlich und so werde ich diese Woche wenigstens mal einen Piratenstammtisch besuchen. Spätere Mitgliedschaft nicht ausgeschlossen sondern sehr wahrscheinlich.

  3. magenbrot sagt:

    genau, willkommen an Board!

    Klarmachen zum Ändern!

    PS: wer die Piraten noch unterstützen will findet hier entsprechende Formulare für die Zulassung zur Bundestagswahl: http://ich.waehlepiraten.de/

  4. “Zensursula”-Debatte: Internetnutzer wehren sich gegen Freiheitsbeschnitt sagt:

    [...] erteilt. Diese Dreistigkeit erstaunte, ja verärgerte auch so manchen alteingessenen SPD-Wähler. Hier ein Beispiel, das für sich selbst [...]

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